Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fenster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos. Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, so schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine Art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passiert lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt.

Montag, 17. Mai 2010

when the day turns into night

Alles meins; eine Welt aus Papier

Ich habe das Gefühl, vollkommen depressiv zu sein. Ich mein, wie denn auch nicht, bei meinem Leben? Aber trotzdem: Es geht immer mehr schief. Alles, was ich mir aufbaue, bricht wieder in sich zusammen. Ja, die letzten Tage war ich ziemlich glücklich - sehr glücklich. Und das freut mich wirklich, weil das mein Ziel war: glücklich sein.
Und ich überlege mir ernsthaft, ob ich meine Eltern nicht bitten soll, mich zu einem Therapeuter zu schicken. Aber sie würden es nicht verstehen; sie würden nur lachen. Und falls sie doch einmal ernsthaft reagieren würden, dann würden sie sowieso nicht zusagen. Weil sie fest davon ausgehen, dass ein so junges Mädchen nicht zu einem Seelenklempner gehen muss; weil sie nie im Leben so unglücklich sein kann. Dabei haben sie gar keine Ahnung.


Aber nein; es ist ja alles okay. Lasst mich innerlich sterben!

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