Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fenster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos. Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, so schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine Art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passiert lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt.

Dienstag, 18. Mai 2010

Alles wird gut - ab hier;

vielleicht.. nein, eher nicht

Ist das nicht traurig? Niemand kann ihn leiden und alle hoffen, dass er endlich verschwindet um nie wieder zu kommen. Was ist, wenn man seinen eigenen Vater - den Typen, der einen erschaffen hat - so sehr hasst, dass man alles andere als unwichtig bezeichnen würde? Was ist, wenn dieser kerl es sogar darauf anlegt, gehasst zu werden? Obwohl man ihn eigentlich lieben sollte, weil man es in Werbungen sieht; weil man Freunde um sich herum sieht, die eine wundervolle Beziehung zu ihrem vater haben. Dann wünscht man sich, dieser Typ, wäre der nette "Mr. Good" aus der Werbung, der einen lachend in den Arm nimmt und mit einem tanzt.


Doch ehrlich mal, sollte es nicht eigentlich wirklich so sein? - wenigstens in der Familie glücklich sein und sich geborgen fühlen. Doch das tue ich nicht, genauso wenig wie meine Schwester. Weil er uns alles kaputt macht - das Leben. Es ist doch erschreckend zu hören, dass ein junges Mädchen es nicht erwarten kann, Volljährig zu werden, um auszuziehen. Nicht, um endlich erwachsen zu sein, sondern um diesem verdammten Dreckskerl zu entkommen! Und bei solchen Sätzen sollte man weinen; weil vielleicht irgendjemand irgendwo auf dieser großen Welt sitzt und genau das fühlt. Furchtbare Verzweiflung, wegen dem Mann, der einen eigentlich zum lächeln bringen sollte.


"Aber er ist doch dein Vater!" - ich weiß.. ~

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